1Die DGL y' = f(x, y) im Überblick

1.1 Standardform und Bedeutung

Stell dir vor, du stehst an einem Punkt in der (x,y)(x, y)-Ebene, und an jedem Ort sagt dir jemand: „hier weiterlaufen mit dieser Steigung“. Welche Kurve zeichnest du?

Genau das ist die Idee einer DGL 1. Ordnung. Bisher war die unabhängige Variable die Zeit tt mit Newton-Punkten (x˙\dot{x}, v˙\dot{v}). Ab jetzt nehmen wir die Variable xx und schreiben Ableitungen als yy', gesuchte Funktion y:xy(x)y: x \mapsto y(x). Nur ein Wechsel der Buchstaben, kein neues Konzept.

Die DGL kommt in der Standardform y=f(x,y)y' = f(x, y) daher. Das ist die explizite Form, die wir aus Kap. VII.1 §1.3 schon kennen: nach der höchsten Ableitung aufgelöst. Die rechte Seite ist eine vorgegebene Funktion ff von zwei Variablen, definiert auf einem Gebiet D(f)R2D(f) \subset \mathbb{R}^2. An jedem Punkt (x,y)D(f)(x, y) \in D(f) liefert ff eine Zahl, nämlich die Steigung, mit der die Lösung dort weitergehen soll.

!!!
Standardform einer DGL 1. Ordnung
y=f(x,y)y' = f(x, y)
Explizite Form aus Kap. VII.1 §1.3. Spezialfall der impliziten Form F(x,y,y)=0F(x, y, y') = 0, hier nach yy' aufgelöst. f:D(f)R2Rf: D(f) \subset \mathbb{R}^2 \to \mathbb{R} ist eine vorgegebene Funktion von zwei Variablen.
x0x_0 0.00
y0y_0 1.00
Steigung f(x0,y0)f(x_0, y_0) 1.00
0.00
Abb. 1: Richtungsfeld von y=f(x,y)y' = f(x, y). Zieh den Anfangspunkt; die Lösungskurve folgt den Steigungsstrichen tangential.
Notation Variablenwechsel txt \to x
In VII.1 und VII.2 war tt die unabhängige Variable (Zeit). Ab Kap. VII.3 ist xx üblich, y:xy(x)y: x \mapsto y(x) die gesuchte Funktion. Reine Konvention, die Inhalte gelten unverändert.
Definition Standardform
Eine DGL 1. Ordnung in expliziter Form: y=f(x,y)y' = f(x, y) mit f:D(f)R2Rf: D(f) \subset \mathbb{R}^2 \to \mathbb{R}.
Querverweis Verweise
→ VII.1 §1.3 explizite Form

1.2 Steigungsvorschrift in jedem Punkt

Was sagt die DGL y=f(x,y)y' = f(x, y) geometrisch?

An jedem Punkt der Ebene gibt ff eine Steigung vor. Eine Lösungskurve folgt diesen Vorgaben Schritt für Schritt: an Stelle xx steht die Tangente der Kurve fest, sobald wir wissen, wo wir sind. Bild: ein „Wegweiser-Feld“ in der Ebene. Eine Lösung ist eine Bahn, die immer dem lokalen Wegweiser folgt.

Diese Sicht ist die Grundlage aller numerischen DGL-Verfahren. Starte bei (x0,y0)(x_0, y_0), mach einen kleinen Schritt entlang der Tangente f(x0,y0)f(x_0, y_0), lande am nächsten Punkt, wiederhole. Das einfachste Verfahren dieser Art ist die Euler-Methode.

Für uns ist wichtig: das Wegweiser-Bild ist nicht nur Anschauung, sondern die ehrliche Geometrie hinter der DGL.

Merke Wegweiser-Bild
f(x,y)f(x, y) = Steigung der Lösung an Stelle (x,y)(x, y). Eine Lösung folgt diesen Wegweisern wie eine Bahn dem Strom.
Notation Lösungskurve Γy\Gamma_y
Der Graph einer Lösungsfunktion y(x)y(x) in der Ebene, formal {(x,y(x)):xD(y)}\{(x, y(x)) : x \in D(y)\}. Wir reden mal von der Funktion yy, mal von ihrer Kurve Γy\Gamma_y, je nachdem, was anschaulicher ist.

2Richtungsfeld

2.1 Definition und Konstruktion

Wie zeichnest du die DGL y=f(x,y)y' = f(x, y) auf Papier, bevor du sie löst?

Der Trick ist das Richtungsfeld. Wähle ein Gitter aus Punkten (xi,yj)(x_i, y_j) in D(f)D(f) und zeichne an jedem Gitterpunkt einen kleinen Strich mit Steigung f(xi,yj)f(x_i, y_j). Damit entsteht ein „Strömungsbild“ in der Ebene, in dem die Lösungen sichtbar werden, ohne dass wir eine einzige Formel gelöst hätten.

Klassisches Beispiel: y=x2+y2y' = x^2 + y^2 hat keine Lösung in geschlossener Form (keine elementare Funktion). Das Richtungsfeld lässt sich trotzdem problemlos zeichnen: die Steigungen sind überall nicht-negativ und wachsen quadratisch mit dem Abstand vom Ursprung. Man sieht sofort, dass Lösungen vom Ursprung wegstreben.

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Klassisches Modellbeispiel
y=x2+y2y' = x^2 + y^2
DGL ohne elementare Lösungsformel. Trotzdem liefert das Richtungsfeld qualitative Aussagen über das Verhalten der Lösungen.
Definition Richtungsfeld
Die Familie aller Striche mit Steigung f(x,y)f(x, y) an einem Gitter von Punkten (x,y)D(f)(x, y) \in D(f). Visuelle Darstellung der DGL y=f(x,y)y' = f(x, y).
Merke Visualisierung
Lösungskurve = Bahn, die überall tangential zum Richtungsfeld verläuft. Die DGL ist das Feld, die Lösung ist die Bahn.

2.2 Linien gleicher Steigung (Isoklinen)

Wie zeichnest du das Richtungsfeld effizient, ohne hundert Striche einzeln zu malen?

Der Trick heisst Isokline. Eine Isokline zum Wert mm ist die Menge aller Punkte, an denen das Richtungsfeld die Steigung mm hat. Konstruktions-Reihenfolge: zeichne erst die Isoklinen zu wenigen Werten m=2,1,0,1,2m = -2, -1, 0, 1, 2 (das sind oft Kurven, manchmal Geraden), und trage anschliessend auf jeder Isokline Striche mit der entsprechenden Steigung ein. Viel schneller und übersichtlicher als ein dichtes Punktgitter.

Beispiel zum Mitrechnen. Für y=x2+y2y' = x^2 + y^2 ist die Isokline zum Wert mm die Gleichung x2+y2=mx^2 + y^2 = m, für m0m \geq 0 also ein Kreis um den Ursprung mit Radius m\sqrt{m}.

Auf dem Einheitskreis hat das Richtungsfeld überall Steigung 11, auf dem Kreis mit Radius 2\sqrt{2} überall Steigung 22, und so weiter. Mit wenigen Kreisen ist das ganze Feld erfasst.

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Isokline zum Wert mm
{(x,y)D(f):f(x,y)=m}\{(x, y) \in D(f) : f(x, y) = m\}
Linie konstanter Steigung im Richtungsfeld. Auf einer Isokline haben alle Lösungskurven dieselbe Tangentenrichtung. Eine Familie von Isoklinen ist das Skelett des Richtungsfeldes.
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Isokline von y=x2+y2y' = x^2 + y^2
x2+y2=mx^2 + y^2 = m
Konzentrische Kreise um den Ursprung mit Radius m\sqrt{m}, m0m \geq 0. Auf jedem Kreis hat das Richtungsfeld konstante Steigung.
Klick (x,y)(x, y) (0.50, 0.50)
Steigung dort 0.50
Isokline mm 0.50
3.0
Abb. 2: Richtungsfeld von y=x2+y2y' = x^2 + y^2. Isoklinen x2+y2=mx^2 + y^2 = m; zieh oder klicke, um eine Lösungskurve zu setzen.
Definition Isokline
Linie konstanter Steigung im Richtungsfeld: {(x,y)D(f):f(x,y)=m}\{(x, y) \in D(f) : f(x, y) = m\} für ein festes mRm \in \mathbb{R}.
Merke Konstruktions-Reihenfolge
1) Isoklinen zu mehreren mm-Werten zeichnen. 2) Auf jeder Isokline Striche mit Steigung mm eintragen. Schneller als jeden Gitterpunkt einzeln zu berechnen.

2.3 Lösungskurven im Richtungsfeld ablesen

Wie schliesst du aus einem fertigen Richtungsfeld auf den Verlauf der Lösungskurven?

Lege einen Anfangspunkt (x0,y0)(x_0, y_0) fest, folge dem lokalen Strich für ein kleines Stück; das landet dich an einem neuen Punkt; folge dort dem nächsten Strich; und so weiter. Auf Papier reicht eine Approximation aus den eingezeichneten Strichen; numerisch leistet das die Euler-Methode. So entsteht aus lokalen Vorgaben Stück für Stück eine globale Lösungskurve.

Drei qualitative Beobachtungen, die du direkt aus dem Richtungsfeld abliest, ohne zu rechnen.

Erstens: wo Striche horizontal sind (f=0f = 0), hat die Lösung eine waagrechte Tangente, typisch ein Extremum oder Wendepunkt.

Zweitens: wo Striche vertikal werden (f|f| \to \infty), bricht die Funktionsdarstellung y(x)y(x) zusammen, denn eine Funktion darf keine vertikale Tangente haben.

Drittens: das asymptotische Verhalten (x±x \to \pm\infty) liest man am Verhalten von ff auf grossen Skalen ab.

Prüfungstipp Klausur-Trick: bei „Skizziere die Lösung“ zuerst Richtungsfeld grob im Kopf, dann Lösungsverlauf einzeichnen. Funktioniert auch dann, wenn die analytische Lösung fehlt.

3Anfangswertproblem und Existenzsatz

3.1 AWP formal

Wie wird aus der DGL ein konkretes Problem, das wir tatsächlich lösen können?

Wir kennen den Begriff schon aus VII.1 §3.4 und VII.2 §3.2: das Anfangswertproblem (kurz AWP) besteht aus der DGL y=f(x,y)y' = f(x, y) plus einer Anfangsbedingung y(x0)=y0y(x_0) = y_0. Geometrisch bedeutet das: lege im Richtungsfeld einen Anfangspunkt (x0,y0)(x_0, y_0) fest und folge den Wegweisern in beide Richtungen; die resultierende Kurve ist die Lösung des AWP.

Eine Anfangsbedingung reicht für eine DGL 1. Ordnung. Das ist die Faustregel „Ordnung nn braucht nn Bedingungen“ aus VII.1 §3.3. In Abschnitt 3.2 fragen wir, ob diese Lösung immer existiert und ob sie eindeutig ist.

!!!
AWP-Standardform 1. Ordnung
y=f(x,y),y(x0)=y0y' = f(x, y), \quad y(x_0) = y_0
Eine DGL plus eine Anfangsbedingung. Unter milden Voraussetzungen an ff folgt genau eine Lösung; siehe Abschnitt 3.2.
x0x_0 0.00
y0y_0 1.50
y(2)y(2) 11.08
0.00
1.50
1.00
Abb. 3: AWP für y=ayy' = a\,y. Zieh den Anfangspunkt (x0,y0)(x_0, y_0); er pickt aus der Schar genau eine Kurve, Lösungen kreuzen sich nie.
Formel AWP-Schema
y=f(x,y),y(x0)=y0y' = f(x, y), \quad y(x_0) = y_0
Standardform für DGL 1. Ordnung, parametrisiert durch den Anfangspunkt (x0,y0)D(f)(x_0, y_0) \in D(f).

3.2 Existenz- und Eindeutigkeitssatz (Picard-Lindelöf, anschaulich)

Wann ist garantiert, dass das AWP genau eine Lösung hat?

Die Antwort liefert der Existenz- und Eindeutigkeitssatz, meist Satz von Picard-Lindelöf genannt. Anschaulich verlangt er zwei Dinge: f(x,y)f(x, y) ist stetig in D(f)D(f), und die partielle Ableitung fyf_y (nach yy, mit xx konstant) existiert und ist stetig in D(f)D(f).

Sind beide erfüllt, gibt es zu jedem Punkt (x0,y0)(x_0, y_0) im Inneren von D(f)D(f) genau eine Lösung des AWP, definiert in einem Intervall um x0x_0.

Was folgt daraus geometrisch? Lösungskurven kreuzen sich in den glatten Bereichen nicht. Geometrische Begründung: an einem Schnittpunkt zweier Lösungen müsste die Steigung dort doppelt definiert sein, was die Definition y=f(x,y)y' = f(x, y) verletzt. Jeder Punkt (x0,y0)(x_0, y_0) liegt also auf genau einer Lösungskurve.

Anwendungs-Beispiel zur Verifikation: y=ayy' = a y (das Modell aus VII.1 und VII.2). Hier ist f(x,y)=ayf(x, y) = a y, überall stetig, und fy=af_y = a konstant, also auch stetig. Beide Voraussetzungen erfüllt, AWP eindeutig lösbar, Lösung wie gehabt y(x)=y0ea(xx0)y(x) = y_0 \, e^{a (x - x_0)}.

Den Beweis führen wir nicht. In der Literatur wird „fyf_y stetig“ oft durch die schwächere Lipschitz-Bedingung ersetzt: es gibt ein L>0L > 0 mit f(x,y1)f(x,y2)Ly1y2|f(x, y_1) - f(x, y_2)| \leq L \, |y_1 - y_2|. Sie ist allgemeiner, liefert dieselbe Garantie; in der Praxis genügt es, fyf_y zu prüfen.

!!!
Existenzsatz, anschauliche Aussage
f,  fy stetig in D(f)  AWP eindeutig lo¨sbar f,\; f_y \text{ stetig in } D(f) \Rightarrow\; \text{AWP eindeutig lösbar}
Voraussetzung: ff und fyf_y stetig in D(f)D(f). Folgerung: für jeden Anfangspunkt (x0,y0)(x_0, y_0) im Inneren von D(f)D(f) existiert genau eine Lösung in einem Intervall um x0x_0. Beweis in der Vorlesung.
Definition Satz von Picard-Lindelöf
Sei ff stetig auf D(f)D(f) und fyf_y stetig auf D(f)D(f). Dann ist das AWP y=f(x,y)y' = f(x, y), y(x0)=y0y(x_0) = y_0 für jeden Punkt (x0,y0)(x_0, y_0) im Inneren von D(f)D(f) eindeutig lösbar in einem Intervall um x0x_0.
Notation fyf_y
Partielle Ableitung von f(x,y)f(x, y) nach yy, mit xx als Konstante: fy(x,y)=f/yf_y(x, y) = \partial f / \partial y. Aus Kap. IV bekannt; hier zum ersten Mal im DGL-Kontext.
Notation Lipschitz-Bedingung
Etwas schwächere Voraussetzung als „fyf_y stetig“: f(x,y1)f(x,y2)Ly1y2|f(x, y_1) - f(x, y_2)| \leq L \, |y_1 - y_2| für eine Konstante L>0L > 0. In der Praxis genügt es, fyf_y zu prüfen.

3.3 Wo Eindeutigkeit verloren geht (Verzweigungen, singuläre Punkte)

Was geht schief, wenn die Voraussetzungen des Existenzsatzes nicht erfüllt sind?

Klassisches Gegenbeispiel: y=y23y' = \sqrt[3]{y^2}, also f(x,y)=y2/3f(x, y) = y^{2/3}. Diese Funktion ist überall stetig, die erste Voraussetzung ist erfüllt.

Die zweite verlangt fyf_y stetig. Aber fy=23y1/3f_y = \tfrac{2}{3} \, y^{-1/3} existiert in y=0y = 0 nicht (Pol), ist also auf der ganzen xx-Achse unstetig. Die zweite Voraussetzung ist verletzt, und dort versagt tatsächlich die Eindeutigkeit.

Konkret: jede Funktion y(x)=((xC)/3)3y(x) = \bigl((x - C)/3\bigr)^3 mit beliebigem CRC \in \mathbb{R} löst die DGL. Probe: y(x)=((xC)/3)2=y2/3y'(x) = \bigl((x - C)/3\bigr)^2 = y^{2/3}, passt. Auch die Nulllösung y0y \equiv 0 löst (denn 0=0=0230' = 0 = \sqrt[3]{0^2}).

Durch jeden Punkt der xx-Achse verlaufen also unendlich viele Lösungskurven: die Nulllösung, jede Verschiebung y=((xC)/3)3y = ((x - C)/3)^3, und durch Aneinandersetzen sogar überabzählbar viele weitere. Eindeutigkeit ist auf der ganzen xx-Achse verloren.

Folgerung für die Praxis: bei DGLs mit Wurzel- oder Bruch-Termen in yy muss man die kritischen Stellen (typisch y=0y = 0 bei Wurzeln oder Pole) gesondert untersuchen. Solche Stellen heissen singuläre Punkte der DGL; sie erlauben spezielle Lösungs-Phänomene wie Enveloppen und singuläre Lösungen, die in VII.7 systematisch behandelt werden.

!!
Gegenbeispiel: Nichteindeutigkeit
y=y23y' = \sqrt[3]{y^2}
f(x,y)=y2/3f(x, y) = y^{2/3} ist überall stetig, aber fy=23y1/3f_y = \tfrac{2}{3} y^{-1/3} existiert auf y=0y = 0 nicht. Voraussetzung des Existenzsatzes verletzt.
!
Beide sind Lösungen
y(x)=(xC3)3  und  y0y(x) = \left(\dfrac{x - C}{3}\right)^3 \;\text{und}\; y \equiv 0
Verifikation: y(x)=((xC)/3)2=y2/3y'(x) = ((x-C)/3)^2 = y^{2/3}. Plus Nulllösung. Durch jeden Punkt (x0,0)(x_0, 0) unendlich viele Lösungskurven.
Merke Wann Eindeutigkeit kippt
Bei ykn\sqrt[n]{y^k}-, Pol- oder Knick-Termen versagt fyf_y an einzelnen Stellen. Genau dort gibt es mehrere Lösungen pro Anfangspunkt, also Verzweigung.

4DGL aus einem Vektorfeld

4.1 Tangenten-Vektorfeld V = (v₁, v₂) als geometrische Vorgabe

Stell dir ein Vektorfeld v\vec{v} in der (x,y)(x, y)-Ebene vor: an jedem Punkt ein kleiner Pfeil mit Richtung und Länge. Wo sind die Bahnen, die diesem Feld folgen?

Aus Kap. VI.1 kennen wir das ebene Vektorfeld v:D(v)R2R2\vec{v}: D(\vec{v}) \subset \mathbb{R}^2 \to \mathbb{R}^2, das jedem Punkt (x,y)(x, y) einen Vektor v(x,y)=(v1(x,y),v2(x,y))\vec{v}(x, y) = (v_1(x, y), v_2(x, y)) zuordnet. Die Feldlinien sind Kurven in der Ebene, die in jedem Punkt tangential zum Feld verlaufen. In Kap. VI.1 wurden sie geometrisch eingeführt; hier wollen wir sie analytisch über eine DGL beschreiben. Genau diese Brücke schliesst eine offene Frage aus Kap. VI.

Achtung, Notations-Konflikt: v\vec{v} ist hier ein 2D-Vektor mit Komponenten v1,v2v_1, v_2. In Kap. VII.2 §4.2 war vv die skalare Geschwindigkeit eines fallenden Körpers. Gleiches Symbol, anderes Objekt. Hier meint v\vec{v} immer das Vektorfeld, markiert durch den Pfeil.

!!
Ebenes Vektorfeld
v:D(v)R2R2,(x,y)(v1(x,y),v2(x,y))\vec{v}: D(\vec{v}) \subset \mathbb{R}^2 \to \mathbb{R}^2, (x, y) \mapsto (v_1(x, y), v_2(x, y))
Komponentenfunktionen v1,v2:D(v)Rv_1, v_2: D(\vec{v}) \to \mathbb{R}. Eine Pfeil-Vorgabe an jedem Punkt der Ebene.
Startpunkt (0.00, 1.00)
yy' am Start 0.00
Invariante y2x2y^2 - x^2 1.00
1.00
Abb. 4: Vektorfeld v=(y,x)\vec{v} = (y, x) und die Feldlinie durch den Startpunkt (Hyperbel y2x2=y^2 - x^2 = const). Zieh den Startpunkt über die singuläre Linie y=0y = 0.
Notation v\vec{v} (Vektorfeld) vs vv (Skalar)
Konflikt mit VII.2 §4.2: dort war vv skalare Geschwindigkeit eines fallenden Körpers. Hier ist v\vec{v} ein 2D-Vektorfeld mit Komponenten v1,v2v_1, v_2. Der Pfeil über dem Buchstaben markiert den Vektor.
Querverweis Verweise
→ VI.1 Vektorfeld

4.2 Übersetzung in y' = v₂ / v₁

Wie wird aus dem Vektorfeld die DGL für die Feldlinien?

Wir stellen die Feldlinie durch (x0,y0)(x_0, y_0) als Graph einer Funktion y:xy(x)y: x \mapsto y(x) dar, also y(x0)=y0y(x_0) = y_0. An jedem Punkt (x,y(x))(x, y(x)) muss die Tangente der Feldlinie parallel zum Vektorfeld v(x,y(x))\vec{v}(x, y(x)) sein. Die Tangente des Graphen hat Richtung (1,y(x))(1, y'(x)). Aus der Parallelitäts-Forderung folgt y(x)=v2(x,y(x))/v1(x,y(x))y'(x) = v_2(x, y(x)) / v_1(x, y(x)). Das ist eine DGL 1. Ordnung in der Standardform y=f(x,y)y' = f(x, y), mit f=v2/v1f = v_2/v_1.

Voraussetzung für die Darstellung als Funktionsgraph: v1(x,y(x))0v_1(x, y(x)) \neq 0. Sonst wird der Quotient unendlich, was einer vertikalen Tangente entspricht; die Funktionsdarstellung y(x)y(x) bricht dort zusammen, und man muss lokal die Rollen von xx und yy tauschen.

Wann gilt die Eindeutigkeit? Genau wenn v2/v1v_2/v_1 als rechte Seite der DGL die Voraussetzungen aus Abschnitt 3.2 erfüllt. Ist v2/v1v_2/v_1 stetig und nach yy stetig partiell differenzierbar an (x0,y0)(x_0, y_0), dann verläuft durch diesen Punkt genau eine Feldlinie.

Beispiel zum Mitrechnen: v(x,y)=(y,x)\vec{v}(x, y) = (y, x) gibt die Feldlinien-DGL y=x/yy' = x/y. Mit yy multiplizieren ergibt yy=xy \, y' = x, und die linke Seite ist 12(y2)\tfrac{1}{2} (y^2)'. Integrieren: 12y2=12x2+C\tfrac{1}{2} y^2 = \tfrac{1}{2} x^2 + C, also y2x2=2Cy^2 - x^2 = 2C, eine Hyperbel-Schar.

Mit AWP y(x0)=y0y(x_0) = y_0 wird daraus y2x2=y02x02y^2 - x^2 = y_0^2 - x_0^2, aufgelöst y(x)=±x2+y02x02y(x) = \pm \sqrt{x^2 + y_0^2 - x_0^2}. Das Vorzeichen folgt aus dem von y0y_0; für die volle Feldlinie durch die xx-Achse setzt man beide Zweige zusammen.

Hinweis zum Info-Verlust: die DGL y=v2/v1y' = v_2/v_1 liefert nur die geometrische Form der Feldlinie. Geschwindigkeit und Durchlaufsinn gehen verloren. Wer beides braucht, bleibt beim Parameter-System x˙=v1,y˙=v2\dot{x} = v_1, \dot{y} = v_2.

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DGL der Feldlinien
y(x)=v2(x,y(x))v1(x,y(x))y'(x) = \dfrac{v_2(x, y(x))}{v_1(x, y(x))}
Form y=f(x,y)y' = f(x, y) mit f=v2/v1f = v_2 / v_1. Voraussetzung v10v_1 \neq 0. Existenzsatz aus 3.2 garantiert eine eindeutige Feldlinie durch jeden Punkt, an dem v2/v1v_2 / v_1 glatt ist.
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Feldlinie für v=(y,x)\vec{v} = (y, x) durch (x0,y0)(x_0, y_0)
y2x2=y02x02y^2 - x^2 = y_0^2 - x_0^2
Hyperbel-Schar. Auflösen nach yy ergibt y(x)=±x2+y02x02y(x) = \pm \sqrt{x^2 + y_0^2 - x_0^2}. Vorzeichen-Auswahl gemäss Vorzeichen von y0y_0.
Formel Feldlinien-DGL
y=v2(x,y)v1(x,y)y' = \dfrac{v_2(x, y)}{v_1(x, y)}
Standardform mit f=v2/v1f = v_2 / v_1. Voraussetzung v10v_1 \neq 0 am betrachteten Punkt.
Prüfungstipp Info-Verlust: Geschwindigkeit und Durchlaufsinn der Feldlinie gehen beim Übergang zur DGL verloren. Wer beides braucht, parametrisiert direkt: x˙=v1\dot{x} = v_1, y˙=v2\dot{y} = v_2.

4.3 Zusammenhang mit Feldlinien (Querverweis VI.1)

Wir hatten Feldlinien schon in Kap. VI.1. Was ist hier neu?

In Kap. VI.1 wurden Feldlinien rein geometrisch eingeführt: Kurven, die in jedem Punkt tangential zum Vektorfeld verlaufen. Damit war die Geometrie klar, aber die Analytik blieb offen. In Kap. VII.3 schliessen wir die Lücke: dieselben Feldlinien lassen sich als Lösungen einer DGL 1. Ordnung beschreiben, nämlich y=v2/v1y' = v_2/v_1.

Was bringt diese zweite Sicht? Zwei Vorteile, die sich gegenseitig ergänzen.

Erstens: alle Lösungsmethoden für DGLs werden auf Feldlinien anwendbar, etwa Separation aus Kap. VII.4 oder Variation der Konstanten aus Kap. VII.5.

Zweitens: alle physikalischen Anwendungen, in denen Feldlinien interessant sind (Stromlinien einer Fluid-Strömung, Feldlinien eines E\vec{E}- oder B\vec{B}-Feldes), liefern automatisch DGLs, die mit dem Werkzeugkasten aus Kap. VII analysierbar werden.

Konkret: das Beispiel aus Abschnitt 4.2 (v=(y,x)\vec{v} = (y, x) führt auf die Hyperbel-Schar y2x2=y^2 - x^2 = const) hatten wir in Kap. VI.1 nur qualitativ als Strömungsbild. Jetzt haben wir die Hyperbel-Gleichungen explizit in der Hand und können konkrete Bahnen ausrechnen.

Merke Brücke VI ↔ VII
Vektorfeld → Feldlinien-DGL y=v2/v1y' = v_2/v_1. Geometrie (VI.1) und Analytik (VII.3) treffen sich. Die DGL-Methoden aus VII.4 und VII.5 werden auf Feldlinien anwendbar.

5Reguläre Kurvenschar und ihre DGL

5.1 Reguläre Kurvenscharen

Was bedeutet die „allgemeine Lösung“ einer DGL 1. Ordnung geometrisch?

Aus dem Existenzsatz (Abschnitt 3.2) wissen wir: durch jeden Punkt (x0,y0)(x_0, y_0) im Inneren von D(f)D(f) geht genau eine Lösungskurve. Fixiere x0x_0 und lass y0=Cy_0 = C über alle reellen Zahlen laufen; dann durchläuft die Familie {y(;C)}CR\{y(\cdot;\, C)\}_{C \in \mathbb{R}} alle Lösungen.

Diese Familie heisst die allgemeine Lösung, geometrisch eine einparametrige Kurvenschar mit Parameter CC. Wegen der Eindeutigkeit kreuzen sich ihre Kurven nicht.

Eine Kurvenschar heisst regulär, wenn durch jeden Punkt genau eine Kurve verläuft (keine Kreuzungen). Unter den Voraussetzungen des Existenzsatzes ist die Lösungsschar einer DGL y=f(x,y)y' = f(x, y) immer regulär: DGL plus Picard-Lindelöf erzeugt eine reguläre Schar.

!!
Allgemeine Lösung als Schar
{y(;C):CR}\{y(\cdot;\, C) : C \in \mathbb{R}\}
Parametrisiert durch den Anfangswert C=y(x0)C = y(x_0) bei festem x0x_0. Eine einparametrige reguläre Kurvenschar.
Definition Reguläre Kurvenschar
Eine einparametrige Kurvenfamilie, in der durch jeden Punkt des betrachteten Gebiets genau eine Kurve der Schar verläuft (keine Kreuzungen).
Merke Allgemeine Lösung = reguläre Schar
Unter den Voraussetzungen des Existenzsatzes ist die Familie aller Lösungen einer DGL 1. Ordnung eine einparametrige reguläre Kurvenschar.

5.2 DGL einer Schar gewinnen (Scharparameter eliminieren)

Wir kennen die Schar. Wie kommen wir an die DGL?

Das ist die umgekehrte Richtung. Gegeben eine einparametrige Schar in impliziter Form F(x,y,C)=0F(x, y, C) = 0. Das Verfahren läuft in zwei Etappen.

Erstens implizit nach xx ableiten: das liefert Fx+Fyy=0F_x + F_y \cdot y' = 0, eine zweite Gleichung mit CC und yy'.

Zweitens den Parameter CC aus beiden Gleichungen eliminieren. Übrig bleibt H(x,y,y)=0H(x, y, y') = 0, die DGL der Schar.

Warum funktioniert das? Anschauliche Idee: eine einparametrige Schar ist eine 1-Parameter-Familie von Kurven. Eine DGL 1. Ordnung beschreibt genau 1-Parameter-Lösungs-Familien (die Konstante kommt aus dem AWP). Beide Konzepte passen natürlicherweise zusammen, und das Verfahren oben ist nur die formale Umsetzung dieses Match.

Praktischer Tipp: oft (etwa wenn die Schar-Gleichung nach CC auflösbar ist) reicht das einfachere Vorgehen, C=G(x,y)C = G(x, y) aus der Schar-Gleichung in die abgeleitete Gleichung einzusetzen. Manchmal verschwindet CC schon beim Ableiten von selbst (wenn die Schar in CC symmetrisch ist), und die Elimination ist gar nicht nötig.

!!
Verfahren Schar → DGL
F(x,y,C)=0Fx+Fyy=0  H(x,y,y)=0\begin{aligned} F(x, y, C) &= 0 \\ F_x + F_y \cdot y' &= 0 \\ \Rightarrow\; H(x, y, y') &= 0 \end{aligned}
Erst die Schar implizit nach xx ableiten, dann den Parameter CC aus beiden Gleichungen eliminieren. Übrig bleibt die DGL der Schar.

Schar → DGL: Kreise, die die x-Achse im Ursprung berühren

  1. Schritt 1: die Schar als F(x,y,C)=0F(x,y,C)=0 hinschreiben
    Bevor man eliminieren kann, braucht man die Schar in einer Gleichung mit dem Parameter CC. Geometrie zuerst: Kreise, die die xx-Achse im Ursprung berühren, haben Mittelpunkt (0,C)(0, C) und Radius C|C|.
    Die Kreisgleichung x2+(yC)2=C2x^2 + (y - C)^2 = C^2 ausmultipliziert (das C2C^2 hebt sich) ergibt die Schar in bequemer Form.
    x2+y22Cy=0x^2 + y^2 - 2C\,y = 0
  2. Schritt 2: implizit nach xx ableiten
    Ableiten bringt yy' ins Spiel und liefert eine zweite Gleichung. Das ist die Brücke von der Kurve zur DGL.
    Gliedweise nach xx (mit y=y(x)y = y(x), also Kettenregel bei y2y^2 und yy): 2x+2yy2Cy=02x + 2y\,y' - 2C\,y' = 0.
    2x+2yy2Cy=02x + 2y\,y' - 2C\,y' = 0
  3. Schritt 3: den Parameter CC eliminieren
    Die DGL der Schar darf CC nicht mehr enthalten, sie soll für alle Kurven der Schar gelten. Also CC aus beiden Gleichungen herausrechnen.
    Aus Schritt 1 ist C=(x2+y2)/(2y)C = (x^2 + y^2)/(2y). In die abgeleitete Gleichung einsetzen und nach yy' auflösen.
    C=x2+y22yC = \dfrac{x^2 + y^2}{2y}
  4. Schritt 4: nach yy' auflösen
    Jetzt steht die DGL der Schar da, parameterfrei.
    Nach kurzer Algebra (gemeinsamer Nenner, sortieren) bleibt die Steigungsvorschrift, die jede Kurve dieser Kreisschar erfüllt.
    y=2xyx2y2y' = \dfrac{2xy}{x^2 - y^2}
  5. Schritt 5: Plausibilitäts-Check
    Eliminations-Rechnungen sind fehleranfällig. Ein konkreter Punkt prüft das Ergebnis in Sekunden.
    Nimm den Kreis mit C=1C = 1, also x2+(y1)2=1x^2 + (y-1)^2 = 1, und einen Punkt darauf, etwa (x,y)(x, y) nahe dem Ursprung mit kleiner Auslenkung. Setzt man Punkt und Steigung in y=2xy/(x2y2)y' = 2xy/(x^2 - y^2) ein, stimmt die Tangente mit der des Kreises überein. So fängst du Vorzeichenfehler ab, bevor du weiterrechnest.
Merke Verfahren in 2 Schritten
1) Schar F(x,y,C)=0F(x, y, C) = 0 implizit nach xx ableiten. 2) Parameter CC aus beiden Gleichungen eliminieren. Resultat ist die DGL der Schar H(x,y,y)=0H(x, y, y') = 0.

5.3 Beispiele (Geradenschar, Kreisschar)

Konkret: welche DGL gehört zu welcher Schar?

Drei Standardbeispiele, jedes mit dem 2-Schritt-Verfahren aus Abschnitt 5.2.

Geradenschar durch Ursprung y=mxy = m \cdot x, Parameter mm (Steigung). Ableiten nach xx ergibt y=my' = m. Aus der Schar-Gleichung folgt m=y/xm = y/x. Einsetzen liefert y=y/xy' = y/x, und das ist die DGL der Schar, gültig für x0x \neq 0 (auf der yy-Achse hat die Schar keine Funktionsdarstellung).

Konzentrische Kreisschar x2+y2=C2x^2 + y^2 = C^2, Parameter CC (Radius). Ableiten nach xx ergibt 2x+2yy=02x + 2y \cdot y' = 0. Bemerke: CC taucht in der abgeleiteten Gleichung gar nicht auf, die Elimination entfällt also. Auflösen nach yy' liefert y=x/yy' = -x/y, gültig für y0y \neq 0 (auf der xx-Achse hat die Schar vertikale Tangenten, wie zu erwarten).

Kreise tangential an die xx-Achse im Ursprung haben Mittelpunkt (0,C)(0, C) und Radius C|C|, also x2+(yC)2=C2x^2 + (y - C)^2 = C^2, ausmultipliziert x2+y22Cy=0x^2 + y^2 - 2 C y = 0.

Ableiten nach xx: 2x+2yy2Cy=02 x + 2 y \, y' - 2 C \, y' = 0. Mit C=(x2+y2)/(2y)C = (x^2 + y^2)/(2 y) einsetzen und vereinfachen ergibt y=2xy/(x2y2)y' = 2 x y / (x^2 - y^2), die DGL der Schar.

Plausibilitäts-Check: nimm eine konkrete Kurve der Schar, etwa den Kreis C=1C = 1, und prüfe, ob die gewonnene DGL erfüllt ist. So fängst du Algebra-Fehler in der Elimination ab.

!
Geradenschar durch Ursprung
y=mx    y=yxy = m\,x \;\Rightarrow\; y' = \dfrac{y}{x}
Ableitung liefert sofort y=m=y/xy' = m = y/x. Gültig für x0x \neq 0.
!
Konzentrische Kreisschar
x2+y2=C2    y=xyx^2 + y^2 = C^2 \;\Rightarrow\; y' = -\dfrac{x}{y}
Differenzieren eliminiert CC automatisch: 2x+2yy=02x + 2y\,y' = 0. Gültig für y0y \neq 0.
!!
Kreise tangential x-Achse im Ursprung
x2+(yC)2=C2    y=2xyx2y2x^2 + (y - C)^2 = C^2 \;\Rightarrow\; y' = \dfrac{2\,x\,y}{x^2 - y^2}
Schar-Gleichung implizit ableiten, dann C=(x2+y2)/(2y)C = (x^2 + y^2)/(2y) aus der Schar in die abgeleitete Gleichung einsetzen.
Schar y = m·x
Parameter m = 1.50
DGL-Steigung 1.50
1.50
Abb. 5: Kurvenschar über dem Richtungsfeld ihrer DGL. Zieh die goldene Lösung; keine zwei Kurven kreuzen sich.
Formel Geradenschar
y=yxy' = \dfrac{y}{x}
DGL der Geradenschar y=mxy = m\,x durch den Ursprung. Aus dem Ableiten ergibt sich m=y/xm = y/x direkt.

Aufgaben mit Musterlösungen

Übungsaufgaben zu Richtungsfeld, Existenzsatz und Kurvenscharen folgen in einer Phase-2-Runde.

Die Aufgaben für dieses Kapitel werden in einer zukünftigen Version ergänzt.

MerkeErst selbst rechnen, dann Lösung prüfen!