7.1Wann Wellen sich verstärken

7.1.1 Kohärenz und Interferenzbedingung

Was passiert, wenn zwei Lichtwellen am selben Ort ankommen? Sie addieren sich. Treffen zwei Wellenberge zusammen, verstärken sie sich (konstruktive Interferenz); trifft ein Berg auf ein Tal, löschen sie sich aus (destruktive Interferenz). Licht plus Licht kann also Dunkelheit ergeben, das ist der überraschende Kern dieses Kapitels.

Ob es sich verstärkt oder auslöscht, entscheidet die Phasendifferenz Δφ\Delta\varphi. Konstruktiv ist es, wenn sie null oder ein ganzzahliges Vielfaches von 2π2\pi (360°) beträgt; destruktiv, wenn sie ein ungeradzahliges Vielfaches von π\pi (180°) ist. Ein stehendes Streifenmuster sieht man aber nur, wenn diese Phasendifferenz über die Beobachtungszeit konstant bleibt. Solche Wellen heissen kohärent.

hell + hell = ? 4 I₀
Maxima sichtbar ...
2.0 (rel.)
0.70 (rel.)
1.0
Abb. 1: Zwei kohärente Quellen erzeugen ein Interferenzmuster
!!
Konstruktive Interferenz
Δφ=2πm,mZ\Delta\varphi = 2\pi\,m, \qquad m \in \mathbb{Z}
Phasendifferenz ein ganzzahliges Vielfaches von 2π2\pi. Wellenberg auf Wellenberg, maximale Verstärkung.
!!
Destruktive Interferenz
Δφ=2π(m+12),mZ\Delta\varphi = 2\pi\left(m + \tfrac{1}{2}\right), \qquad m \in \mathbb{Z}
Phasendifferenz ein halbzahliges Vielfaches von 2π2\pi (also ungerades Vielfaches von π\pi). Berg auf Tal, Auslöschung.
Definition Kohärenz
Konstante Phasendifferenz über die Beobachtungszeit. Nur kohärente Wellen erzeugen ein stehendes Interferenzmuster.
Querverweis Verweise
→ Kap. 4 Wellenfronten

7.1.2 Phasendifferenz aus dem Gangunterschied

Woher kommt die Phasendifferenz konkret? Meist daher, dass die beiden Wellen verschieden lange Wege zurücklegen. Dieser Gangunterschied Δr\Delta r übersetzt sich in eine Phasendifferenz: ein ganzer Gangunterschied von einer Wellenlänge entspricht genau 2π2\pi (360°).

Ein voller Gangunterschied von λ\lambda bedeutet also konstruktive Interferenz, ein halber (λ/2\lambda/2) destruktive. Achtung: einen zusätzlichen Phasensprung von π\pi (180°) gibt es noch obendrauf, wenn eine Welle an einer Grenzfläche zu einem optisch dichteren Medium (kleinere Geschwindigkeit) reflektiert wird. Den muss man mitzählen.

Δφ ...
Summenamplitude ...
Status ...
0.50 λ
1.0
Abb. 2: Δφ = (Δr/λ)·2π entscheidet über Verstärkung oder Auslöschung
!!!
Phasendifferenz aus Gangunterschied
Δφ=Δrλ2π\Delta\varphi = \frac{\Delta r}{\lambda}\,2\pi
Δr\Delta r Gangunterschied, λ\lambda Wellenlänge. Gleichwertig Δφ=(Δr/λ)360°\Delta\varphi = (\Delta r/\lambda)\cdot 360°.
!
Phasensprung bei Reflexion
ΔφRefl=π(nur bei n2>n1)\Delta\varphi_{\text{Refl}} = \pi \quad (\text{nur bei } n_2 > n_1)
Reflexion am optisch dichteren Medium dreht die Phase um π\pi. Am dünneren Medium kein Sprung.
Notation Notation: Δφ, Δr
Δφ\Delta\varphi Phasendifferenz (rad oder Grad), Δr\Delta r Gangunterschied (Weglängendifferenz, in m). Voll: Δr=λΔφ=2π\Delta r = \lambda \to \Delta\varphi = 2\pi.

7.2Dünne Schichten

7.2.1 Farben der Seifenblase

Warum schillert eine Seifenblase oder ein Ölfilm auf einer Pfütze in Farben, obwohl beide farblos sind? Weil Licht sowohl an der Vorderseite als auch an der Rückseite der dünnen Schicht reflektiert wird. Die beiden zurücklaufenden Wellen haben einen Gangunterschied von etwa der doppelten Schichtdicke und interferieren.

Wichtig ist, dass man mit der Wellenlänge im Film rechnet, also der Gangunterschied 2nt2nt ist (mit Brechzahl nn und Dicke tt). Dazu kommen die Phasensprünge aus den Reflexionen. Für eine Seifenhaut in Luft (ein Phasensprung) gilt: konstruktiv (helle Reflexion) bei 2nt=(m+12)λ2nt = (m + \tfrac{1}{2})\lambda, destruktiv bei 2nt=mλ2nt = m\lambda.

2nt ...
verstärkte Farbe ...
300 nm
1.33
Abb. 3: Interferenz an dünnen Schichten (Gangunterschied 2nt)
!
Dünnschicht-Interferenz (Seifenhaut in Luft)
2nt=(m+12)λ    (hell),2nt=mλ    (dunkel)2 n t = \left(m + \tfrac{1}{2}\right)\lambda \;\;(\text{hell}), \qquad 2 n t = m\lambda \;\;(\text{dunkel})
nn Brechzahl, tt Schichtdicke, λ\lambda Vakuumwellenlänge. Gilt für einen Phasensprung; bei anderer Schichtfolge können sich hell und dunkel vertauschen.
Merke Dünnschicht: Gangunterschied 2nt2nt, plus Phasensprünge. Seifenblase, Ölfilm, Vergütung von Linsen.
Querverweis Verweise
→ Kap. 5 Wellenlänge im Medium

7.3Der Doppelspalt

7.3.1 Youngs Experiment

Das berühmteste Interferenzexperiment ist der Doppelspalt von Thomas Young. Beleuchtet man zwei enge, dicht benachbarte Spalte mit kohärentem Licht, wirken sie wie zwei gleichphasige Quellen. Auf einem weit entfernten Schirm überlagern sich ihre Wellen zu einem Muster aus hellen und dunklen Streifen.

Bei einem Winkel θ\theta haben die Wege von den beiden Spalten den Gangunterschied Δr=dsin(θ)\Delta r = d\sin(\theta), wobei dd der Spaltabstand ist. Wo dieser ein ganzes Vielfaches von λ\lambda ist, addieren sich die Wellen; wo er ein halbes ist, löschen sie sich. Übrigens: an einem hellen Streifen ist die Intensität nicht doppelt, sondern viermal so gross wie die eines einzelnen Spalts (4I04 I_0), weil sich die Amplituden addieren und die Intensität vom Quadrat abhängt (Kap. 4.4.3).

Streifenabstand Δy ...
θ₁ (1. Max) ...
Max = 4 I₀ 4 I₀
1.5 (rel.)
0.55 (rel.)
1.0
Abb. 4: Doppelspalt: d sin(θ) = mλ, Intensität I = 4 I₀ cos²(πd sinθ/λ)
Notation Notation: d, θ
dd Spaltabstand, θ\theta Beobachtungswinkel. Gangunterschied Δr=dsin(θ)\Delta r = d\sin(\theta).

7.3.2 Maxima und Minima

Aus der Bedingung Gangunterschied gleich Vielfaches von λ\lambda wird eine handliche Formel für die Lage der hellen Streifen (Maxima) und der dunklen (Minima). Die ganze Zahl mm heisst Ordnung: m=0m = 0 ist das zentrale Maximum geradeaus, m=1m = 1 der erste helle Streifen daneben, und so weiter.

!!!
Interferenzmaxima (Quellen in Phase)
dsin(θm)=mλd\,\sin(\theta_m) = m\,\lambda
Helle Streifen. Ordnung m=0,1,2,m = 0, 1, 2, \ldots. θm\theta_m Winkel zum mm-ten Maximum.
!!
Interferenzminima
dsin(θm)=(m12)λd\,\sin(\theta_m) = \left(m - \tfrac{1}{2}\right)\lambda
Dunkle Streifen. Ordnung m=1,2,3,m = 1, 2, 3, \ldots. Halber Gangunterschied bedeutet Auslöschung.
Formel Doppelspalt
dsin(θm)=mλd\,\sin(\theta_m) = m\,\lambda
Maxima bei ganzem mm, Minima bei m12m - \tfrac{1}{2}.

7.3.3 Streifenabstand und Intensitätsverlauf

Im Experiment misst man nicht den Winkel, sondern den Abstand der Streifen auf dem Schirm. Steht der Schirm im Abstand LL und sind die Winkel klein (sin(θ)θ\sin(\theta) \approx \theta), liegen benachbarte helle Streifen im gleichmässigen Abstand Δy=λL/d\Delta y = \lambda L / d. Das ist die Formel, mit der man im Praktikum aus dem Streifenabstand die Wellenlänge bestimmt.

Zwischen den Maxima ist es nicht abrupt dunkel, sondern die Intensität geht weich mit cos2\cos^2 über. Der ganze Verlauf ist I=4I0cos2(πdsin(θ)/λ)I = 4 I_0 \cos^2(\pi d\sin(\theta) / \lambda): Maxima bei 4I04I_0, Minima bei null, dazwischen ein sanfter Bogen.

!!
Streifenabstand auf dem Schirm
Δy=λLd\Delta y = \frac{\lambda\,L}{d}
LL Abstand Doppelspalt zu Schirm, dd Spaltabstand. Gilt für kleine Winkel.
!
Intensitätsverlauf des Doppelspalts
I=4I0cos2 ⁣(πdsin(θ)λ)I = 4 I_0 \cos^2\!\left(\frac{\pi d \sin(\theta)}{\lambda}\right)
I0I_0 Intensität eines Einzelspalts. Maxima 4I04I_0, Minima 00, Mittelwert 2I02I_0.
Merke Merke: Streifenabstand Δy=λL/d\Delta y = \lambda L/d. Grosser Abstand LL und kleiner Spaltabstand dd spreizen die Streifen.

7.4Das Beugungsgitter

7.4.1 Viele Spalte, scharfe Maxima

Ein Beugungsgitter ist im Grunde ein Doppelspalt mit sehr vielen (tausenden) gleich weit entfernten Spalten. Die Bedingung für ein Maximum sieht genauso aus wie beim Doppelspalt, nur heisst der Spaltabstand jetzt Gitterkonstante gg. Der entscheidende Unterschied: mit vielen Spalten werden die Maxima sehr scharf und hell, dazwischen ist es fast völlig dunkel.

Genau deshalb misst man mit einem Gitter Wellenlängen sehr genau: jede Farbe erscheint unter einem scharfen, eindeutigen Winkel. Weisses Licht wird dabei pro Ordnung in ein vollständiges Spektrum aufgefächert, ähnlich wie beim Prisma, aber nach einem exakt berechenbaren Gesetz.

θ₁ (1. Ordnung) ...
Schärfe ∝ N ...
6
2.0 (rel.)
0.55 (rel.)
Abb. 5: Viele Spalte: scharfe Maxima bei g sin(θ) = mλ
!!!
Beugungsgitter (Maxima m-ter Ordnung)
gsin(θm)=mλg\,\sin(\theta_m) = m\,\lambda
gg Gitterkonstante (Abstand benachbarter Linien). Ordnung m=0,1,2,m = 0, 1, 2, \ldots.
Notation Notation: g
Gitterkonstante, Abstand benachbarter Spalte. Nicht mit dd (Doppelspalt) oder aa (Einzelspalt) verwechseln.

7.4.2 Auflösungsvermögen

Wie fein kann ein Gitter zwei dicht benachbarte Wellenlängen noch trennen? Das misst das Auflösungsvermögen AA: das Verhältnis der Wellenlänge zum kleinsten noch unterscheidbaren Wellenlängenunterschied Δλ|\Delta\lambda|. Es wächst mit der Ordnung mm und mit der Zahl NN der beleuchteten Spalte.

Die Botschaft ist einfach: mehr Spalte ausleuchten oder eine höhere Ordnung betrachten heisst feiner trennen. Ein Gitter mit vielen tausend Linien kann benachbarte Spektrallinien auflösen, die ein Prisma längst verschmieren würde.

!!
Auflösungsvermögen eines Gitters
A=λΔλ=mNA = \frac{\lambda}{|\Delta\lambda|} = m\,N
NN Zahl der beleuchteten Spalte, mm Ordnung. Grösser bedeutet feinere Trennung.
Formel Auflösungsvermögen
A=λΔλ=mNA = \frac{\lambda}{|\Delta\lambda|} = m\,N
Mehr Spalte NN oder höhere Ordnung mm trennen feiner.

7.5Beugung am Spalt

7.5.1 Huygens, Fraunhofer und Fresnel

Beugung tritt auf, sobald eine Wellenfront an einem Hindernis oder einer Öffnung beschnitten wird: das Licht läuft dann auch in den geometrischen Schatten hinein. Erklären lässt sich das mit dem Huygensschen Prinzip: jeder Punkt einer Wellenfront ist Ausgangspunkt einer neuen Elementarwelle, und alle diese Elementarwellen überlagern sich zum beobachteten Muster.

Je nach Abstand unterscheidet man zwei Fälle. Beim Fraunhofer-Muster ist der Schirm weit weg (oder in der Brennebene einer Linse), die gebeugten Strahlen laufen praktisch parallel, die Geometrie ist einfach. Beim Fresnel-Muster ist der Schirm nah, die Strahlen sind nicht parallel, die Rechnung ist aufwendiger. In Aufgaben ist fast immer der einfache Fraunhofer-Fall gemeint.

Beugung ...
1.0 (rel.)
1.0
Abb. 6: Huygens: jeder Punkt der Front ist Quelle einer Elementarwelle
Definition Beugung
Ausbreitung von Wellen in den geometrischen Schatten hinter Hindernis oder Öffnung. Erklärt durch Huygenssche Elementarwellen.
Querverweis Verweise
→ Kap. 4 Wellenfronten

7.5.2 Der Einzelspalt

Fällt Licht auf einen einzelnen Spalt der Breite aa, entsteht auf dem Schirm ein breites zentrales Maximum mit schwächeren Nebenmaxima daneben. Die erste Dunkelstelle (das erste Minimum) liegt beim Winkel mit sin(θ1)=λ/a\sin(\theta_1) = \lambda/a. Daraus folgt sofort: je schmaler der Spalt, desto breiter das zentrale Maximum, die Beugung wird also stärker, je enger die Öffnung.

Die weiteren Nullstellen des Musters liegen bei ganzzahligen Vielfachen. Achtung auf die Logik: diese Formel beschreibt die Minima (Nullstellen) des Einzelspalts, im Gegensatz zum Doppelspalt, wo dieselbe Form die Maxima lieferte. Den ganzen Helligkeitsverlauf beschreibt eine (sin(α)/α)2(\sin(\alpha)/\alpha)^2-Kurve.

θ₁ (1. Minimum) ...
zentr. Max-Breite ...
1.5 (rel.)
0.55 (rel.)
Abb. 7: Einzelspalt: breites zentrales Maximum, Minima bei a sin(θ) = mλ
!!
Einzelspalt: erstes Minimum
sin(θ1)=λa\sin(\theta_1) = \frac{\lambda}{a}
aa Spaltbreite. Schmaler Spalt bedeutet breites zentrales Maximum.
!!
Einzelspalt: Lage der Minima
asin(θm)=mλa\,\sin(\theta_m) = m\,\lambda
Nullstellen (Minima) des Beugungsmusters. Ordnung m=1,2,3,m = 1, 2, 3, \ldots.
!
Einzelspalt: Intensitätsverlauf
I=I0(sin(α)α)2,α=πasin(θ)λI = I_0\left(\frac{\sin(\alpha)}{\alpha}\right)^2, \qquad \alpha = \frac{\pi a \sin(\theta)}{\lambda}
Breites zentrales Maximum bei α=0\alpha = 0, Nullstellen bei α=mπ\alpha = m\pi. Die Nebenmaxima sind viel schwächer.
Notation Notation: a
Spaltbreite des Einzelspalts. sin(θ1)=λ/a\sin(\theta_1) = \lambda/a gibt das erste Minimum, asin(θm)=mλa\sin(\theta_m) = m\lambda alle Minima.

7.6Auflösung zweier Quellen

7.6.1 Das Rayleigh-Kriterium

Beugung setzt jeder Optik eine prinzipielle Grenze. Schaut man durch ein Fernrohr auf zwei dicht benachbarte Sterne, ist jeder Stern wegen der Beugung an der runden Öffnung kein Punkt, sondern ein kleines Beugungsscheibchen. Liegen die Scheibchen zu eng, verschmelzen sie, und man kann die Sterne nicht mehr auflösen (trennen).

Das Rayleigh-Kriterium legt die Grenze fest: zwei Quellen sind gerade noch getrennt, wenn das zentrale Maximum der einen ins erste Minimum der anderen fällt. Für eine kreisförmige Öffnung mit Durchmesser DD ergibt das die kritische Winkeldifferenz αk\alpha_k. Grössere Öffnung oder kürzere Wellenlänge bedeutet feinere Auflösung, deshalb baut man Teleskope so gross.

αₖ = 1,22 λ/D ...
Status ...
1.5 (rel.)
2.0 (rel.)
Abb. 8: Zwei Punktquellen, Rayleigh-Grenze αₖ = 1,22 λ/D
!!
Rayleigh-Kriterium (kreisförmige Öffnung)
αk=1,22λD\alpha_k = 1{,}22\,\frac{\lambda}{D}
αk\alpha_k kleinste auflösbare Winkeldifferenz, DD Öffnungsdurchmesser. Der Faktor 1,22 kommt von der runden Form.
Formel Rayleigh-Kriterium
αk=1,22λD\alpha_k = 1{,}22\,\frac{\lambda}{D}
Grenze der Auflösung bei runder Öffnung. Grösseres DD trennt feiner.

7.7Ausblick: Bragg-Reflexion

7.7.1 Beugung an Kristallen

Ein Gitter braucht Spalte im Abstand einiger Wellenlängen. Für Röntgenstrahlung (λ\lambda im Bereich von Atomabständen) übernimmt diese Rolle ein Kristall: seine regelmässig gestapelten Atomebenen wirken wie ein dreidimensionales Gitter. Reflektiert man Röntgenstrahlen an aufeinanderfolgenden Ebenen im Abstand dd, interferieren die Teilstrahlen.

Konstruktiv ist es, wenn der Gangunterschied zwischen benachbarten Ebenen ein Vielfaches von λ\lambda ist, das ist die Bragg-Bedingung. Achtung: der Winkel θ\theta wird hier zur Kristallebene gemessen (Glanzwinkel), nicht zum Lot wie sonst in der Optik. Mit dieser Methode bestimmt man die Struktur von Kristallen und Molekülen, bis hin zur DNA.

2d sin(θ) ...
Status ...
30 °
1.0 (rel.)
Abb. 9: Bragg: 2d sin(θ) = mλ (Winkel zur Netzebene)
!
Bragg-Bedingung
2dsin(θ)=mλ2 d \sin(\theta) = m\,\lambda
dd Netzebenenabstand, θ\theta Glanzwinkel (zur Ebene gemessen), mm Ordnung. Grundlage der Röntgenstrukturanalyse.
Merke Bragg: 2dsin(θ)=mλ2d\sin(\theta) = m\lambda, Winkel zur Netzebene. Röntgenstrukturanalyse von Kristallen.
Querverweis Verweise
→ Kap. 5 Photonenenergie

Aufgaben mit Musterlösungen

Aufgaben zu diesem Kapitel folgen. Wähle eine Aufgabe aus der Sidebar und aktiviere die Checkbox, um die vollständige Musterlösung mit Rechenweg zu sehen.

Die Aufgaben für dieses Kapitel werden in einer zukünftigen Version ergänzt.

MerkeErst selbst rechnen, dann Lösung prüfen!
Variablen-Glossar (11 Einträge)
Δφ\Delta\varphi Phasendifferenz rad
Δr\Delta r Gangunterschied (Wegunterschied) m
λ\lambda Wellenlänge m
dd Spaltabstand (Doppelspalt) m
gg Gitterkonstante (Linienabstand) m
aa Spaltbreite (Einzelspalt) m
tt Schichtdicke (dünne Schicht) m
mm Ordnung (ganze Zahl) 1
NN Zahl der beleuchteten Spalte 1
DD Öffnungsdurchmesser m
αk\alpha_k kritische Winkeldifferenz (Auflösung) rad